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UMBAUKULTUREN UND TRANSFORMATION DES THEATERBAUENS

Keep Repair Add

Die Initiative UMBAUKULTUREN UND TRANSFORMATION DES THEATERBAUENS widmet sich möglicher Zukunftsvisionen für die sich wandelnden Bedürfnisse an Theaterräume.

KONTAKT UND INFORMATION

Juliane Zellner
j.zellner@iti-germany.de

Der Theaterbetrieb hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die Hör- und Sehgewohnheiten sind andere geworden: Die Theater haben die "vierte Wand" gelüftet, verabschieden sich immer wieder von der Zentralperspektive im Bühnenportal und schaffen immersive Räume. Es sind Outreachformate und Bürgerbühnen entstanden; es finden Konzerte statt und Malsäle wurden zu Studiobühnen umgebaut. Theaterleute behaupten gerne, „dritte Räume“ zu öffnen. Die Raumgestaltung der Theaterhäuser trägt dem aber - ganz anders als bei der Entwicklung von Bibliotheken - kaum Rechnung. Warum? Wie ließe sich das ändern?

Expert*innen aus Politik und Kultur brennt dieser Themenkomplex unter den Nägeln, ein offener und öffentlicher Diskurs darüber findet hingegen kaum statt. Stattdessen entscheiden sich landauf, landab Städte für finanziell ambitionierte Sanierungsprojekte, um den status quo ante in vielen renovierungsbedürftigen Häusern für Theater und Orchester zu bewahren bzw. wieder herzustellen. Sind deren Sanierungen nicht möglich oder scheitern, werden schnell komplette Neubauten gefordert und geplant.

Wie aber sähe eine echte Transformation von Beständen aus? Gibt es jenseits der Bipolarität zwischen Sanierung und Neubau einen dritten Weg? Worin bestünden hierfür die geeigneten Voraussetzungen? Wie müssten Machbarkeiten, Aufgabenstellungen und Grundlagenermittlungen ausgestaltet werden? Wie die Nutzer in den Bauprozess einbezogenen werden? Wie sähe ein entsprechend nachhaltiger Prozess der stetigen Weiterentwicklung auch über die baulichen Leistungsphasen 9 und 10 hinaus aus?

Diesen Fragen widmet sich die Initiative „Umbaukulturen und Transformation des Theaterbauens“: Kooperation von Kampnagel Internationale Kulturfabrik, Kulturexperten, DAM Deutsches Architektur Museum, Internationales Theater Institut, Deutscher Bühnenverein, Schader-Stiftung, DFG-Projekt Theaterraum der HTWK Leipzig, Urban Design der HCU Hamburg, TheaPro und weiteren Expert*innen.

Den Rahmen bildet eine zweijährige Reise mit Stationen in Hamburg, Dresden, Nürnberg, München, Mannheim, Köln, Düsseldorf und Darmstadt, um ausgewählte Bauprojekte vor Ort in Augenschein zu nehmen.

 

Kommende Veranstaltungen:

PODIUMSDISKUSSION Raumprozesse und Möglichkeitsräume

Freitag, 24.04.2026 | 19:30 Uhr | ZfBK Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast

Unter dem Titel RAUMPROZESSE UND MÖGLICHKEITSRÄUME – DRESDEN lädt die Initiative Umbaukulturen und Transformation des Theaterbauens gemeinsam mit dem ZfBK zu einem Abend mit Impulsvorträgen und Panelgespräch ein. Im Fokus stehen die Theater HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, SO! Staatsoperette und tjg. theater junge generation im Kraftwerk Mitte.
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