ITI - Deutschland
Deutsches Zentrum des Internationalen Theaterinstituts
  • European Balconies Project launched. ITI Germany was co-organizer of the event at art center Kunstquartier Bethanien in Berlin-Kreuzberg | Foto: M. Wittenbecher

  • Compagnie ERRATICA / Patrick Eakin Young, London | „Remnants“ („Überreste“), Musiktheater | © euro-scene Leipzig 2018 | Foto: Richard Hubert-Smith, London

  • Gründung des ITI-Weltverbandes, Prag 1948

  • Pierre Rigal / Compagnie dernière minute, Toulouse | „Scandale“ („Stolperfallen“), Tanzstück | © euro-scene Leipzig 2018 | Foto: Pierre Grosbois, Paris

  • Nono Battesti / Compagnie Dessources, Brüssel | „Double“ („Doppelt“), Tanzstück | © euro-scene Leipzig 2018 | Foto: Benjamin Struehlens, Walloon Brabant

  • Philipp Hochmair als Kafkas Glückssuchender Karl Roßmann beim Internationalen Monodrama Festival THESPIS (Foto: Rüdiger Schall)

  • Das ITI-Zentrum Zyperns ist Mitveranstalter des „2019 International Festival of Ancient Greek Drama“. (Foto: Cyprus Centre of the International Theatre Institute)

  • ITI-Mitglied Peter Krüger zeigt in Inguschetien die Ausstellung "Bertolt Brecht - An die Nachgeborenen" (Foto: Lolita Gagieva).

Jahrestagung des ITI 2018 in Braunschweig

Deutschland ist ein Einwanderungsland – aber wie verändern sich die Theater mit der sich wandelnden Zusammensetzung ihres gesellschaftlichen Umfeldes?

Unter dem Titel „Gekommen um zu bleiben. zu gestalten.“ veranstaltete das deutsche ITI-Zentrum am 16./17. Juni auf dem Festival Theaterformen in Braunschweig seine Jahrestagung. Diskutiert wurden Ansätze der Diversität im Theaterbetrieb in einem politischen Klima in Deutschland und Europa, das zunehmend „diametral gegen das steht, wofür wir stehen “, wie ITI-Präsident Joachim Lux einleitend die Situation beschrieb.

„Offener und sogar aggressiver“ sollten wir, so Lux, „dafür einstehen, dass Dialog, dass kosmopolitisches Weltbürgertum der Kern unserer Arbeit und damit Internationalität wichtig und künstlerisch produktiv ist.“ Mit Hannah Arendts Satz, nach dem Flüchtlinge die Avantgarde ihrer Völker seien und ihrem Schluss auf die Transit-Existenz als künftige Lebensform aller, plädierte der Leipziger Theaterwissenschaftler Günther Heeg in seinem Vortrag für ein transkulturelles Theater (die Thesen des Vortrages sind im Symposiums-Reader nachzulesen).

 

Symposium des Internationalen Theaterinstituts beim Festival Theaterformen am 16. Juni in Braunschweig

Programm

Staatstheater Braunschweig, Louis Spohr Saal

10:30 Eintreffen, Registrierung und Kaffee

11:00 Begrüßung: Martine Dennewald (Künstl. Leiterin Theaterformen)

 

 PDF Eröffnung: Joachim Lux (Präsident ITI Deutschland)

 

11:45 „Ankommen, Bleiben, Gestalten“

Krystel Khoury (Open Border Ensemble, München), Amal Omran (Collective Ma‘louba, Mülheim) und Maryam Abu Khaled (Exil Ensemble, Berlin)
Moderation: Dorothea Marcus

Panel and Discussion in English

 

13:00 „Chancenreich und kontrovers – Wie Diversität fördern?“

Dr. Thomas Engel (Direktor / Director ITI Germany): Beobachtungen zum Kontext

Anna Zosik (Leiterin des Programms 360° der Kulturstiftung des Bundes)

Vortrag und Diskussion (Translation into English provided)

 

14:00 – 14:45 Pause

Staatstheater Braunschweig, Hausbar

14:45 „Von der aktuellen Erfahrung in die tägliche Praxis“

Runde Tische mit Barbara Kantel (Leiterin Junges Schauspiel, Hannover), Helge Letonja (steptext dance project, Bremen), Kossi Sébastien Aholou-Wokawui (Tänzer, Choreograf und Dozent), Médoune Seck (Tänzer, Videokünstler, Filmemacher), Krystel Khoury, Amal Omran, Maryam Abu Khaled, Mey Seifan (Tanween Company, Berlin), Karen Witthuhn (Literatur- und Theaterübersetzerin) und Yvonne Griesel (Dolmetscherin und Theaterübertitlerin)

 

16:30 – 17:00 Pause

 
Staatstheater Braunschweig, Louis Spohr Saal

17:00 „Fremd gewordene Vergangenheit, Zukunft am fremden Ort“

Prof. em. Dr. Günther Heeg (Direktor des Centre of Competence for Theatre, Universität Leipzig)

Vortrag und Diskussion

 

Ab 18:00 Vorstellungen des Festvals: www.theaterformen.de

 
Programm-Flyer zum Ausdrucken

Interview mit ITI-Präsident Joachim Lux

Reader mit ergänzenden Texten zur Jahrestagung

 

Die Mitgliederversammlung des deutschen Zentrums am Sonntag, dem 17. Juni bestätigte die bisherige Vizepräsidentin Bettina Sluzalek (Berlin) in ihrem Amt sowie die bisherigen Vorstandsmitglieder Matthias Gehrt (Theater Krefeld-Mönchengladbach), Barbara Kastner (Krefeld), Holger Schultze (Theater Heidelberg), Tobias Veit (Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin), Jörg Vorhaben (Staatstheater Mainz) und Karen Witthuhn (Transfiction, Hamburg).

Neu in den Vorstand gewählt wurden Martine Dennewald (Theaterformen Braunschweig und Hannover), Jan Linders (Badisches Staatstheater Karlsruhe) und Barbara Mundel (Ruhrtriennale).