ITI - Deutschland
Deutsches Zentrum des Internationalen Theaterinstituts

"Abstand durch Erzählen" Video Botschaft von Joachim Lux, President des deutschen ITI Zentrums

Welttheatertag - 27. März

Historie

1961 wurde vom finnischen ITI und unterstützt von den anderen skandinavischen Zentren ein Welttheater-Tag vorgeschlagen. Der IX. ITI-Kongress in Wien (1961) nahm den Vorschlag einstimmig an und proklamierte den 27. März, seinerzeit und noch bis 1972 Eröffnungstag des Festivals "Theater der Nationen" in Paris, zum Welttheatertag.

Dieser Initiative war ein weiterwirkender Erfolg beschieden; in über 80 Ländern - also vielfach auch dort, wo noch kein ITI-Zentrum bestand - wurde der Welttheatertag schon im ersten Jahr mit Sonderveranstaltungen und öffentlichen Aktionen begangen. (aktuelle Information auf der Website des ITI-Generalsekretariats www.iti-worldwide.org). Bei der UNESCO in Paris wird der Welttheatertag seit vielen Jahren zusammen mit Vertreter*innen des ITI und den Verfasser*innen der Botschaft mit einer großen öffentlichen Veranstaltung begangen.

International renommierte Theaterleute werden um eine Botschaft gebeten, in der sie sich mit Bedeutung und Wirkung der Bühnenkunst im gesellschaftlichen Kontext auseinandersetzen. Der Text wird in dutzende Sprachen übersetzt und weltweit verbreitet.

Die weltweit erste Botschaft verfasste Jean Cocteau, zu den Botschafter*innen der Folgejahre gehörten unter anderen Arthur Miller, Helene Weigel, Peter Brook, Dmitrij Schostakowitsch, Wole Soyinka, Vaclav Havel, Tankred Dorst, Ariane Mnouchkine, Victor Rascon Banda, Robert Lepage, Augusto Boal, John Malkovich, Dario Fo, Brett Bailey, Krzysztof Warlikowski, Anatoli Wassiljew, Isabelle Huppert, Simon McBurney.

Foto: Laura Ramos

2019: Carlos Celdrán

 

Theater ist, so schreibt Carlos Celdrán in seiner Botschaft zum Welttheatertag 2019, „seinem innerstem Wesen nach ein Land, ein großes Territorium, das die gesamte Welt umfasst“ – für ihn, den kubanischen Autor, Regisseur und Theaterpädagogen, auch ein Entschluss zur Freiheit: „Du brauchst dich nicht von deinem Ort zu entfernen, musst nicht reisen. Dort wo du bist, ist auch das Publikum. Dort sind die Gefährten, die du an deiner Seite brauchst. Dort, vor deinem Haus, findest du die tägliche undurchsichtige, undurchdringliche Wirklichkeit."

Hier die vollständige Botschaft Celdráns im Wortlaut.

 

2018: Fünf Weltregionen – Fünf Botschafter*innen

Theater lebt aus seinem Kulturen übergreifenden und verbindenden Charakter. Das ITI betonte diese Eigenschaft 2018 in besonderer Weise, indem es – vor dem Hintergrund seines 70jährigen Bestehens – fünf Autor*innen bewogen hat, Botschaften zum diesjährigen Welttheatertag zu verbreiten.

Die Botschafter*Innen 2018 waren Werewere Liking (Elfenbeinküste), Maya Zbib (Libanon), Ram Gopal Bajaj (Indien), Simon McBurney (Großbritannien) und Sabina Berman (Mexiko), die ihre Wurzeln in Afrika, in den Arabische Staaten, in der Region Asien-Pazifik, in Europa sowie in Süd-, Mittel- und Nord-Amerika haben.

Auf den Seiten des ITI-Weltverbands finden sich ihre Botschaften in Originalsprache, das deutsche ITI-Zentrum hat diese, einschließlich der Biografien, ins Deutsche übertragen. Als Broschüre können Sie sie hier downloaden. Fotos stehen hier zur Verfügung.

Welttanztag - 29. April

2020: Gregory Vuyani Maqoma

 

„Tanz ist Freiheit“ lautet eine der Kernaussagen der diesjährigen Botschaft zum Internationalen Tanztag am 29. April. Autor der Botschaft ist der südafrikanische Tänzer, Choreograph und Tanzpädagoge Gregory Vuyani Maqoma. Es komme darauf an, dem eigenen Tanz einen Grund zu geben und sich „sinnvoll mit der Welt in Beziehung zu setzen“, heißt es in der Botschaft, deren voller Wortlaut hier einsehbar ist. Angaben zu Werdegang und Lebenslauf Gregory Vuyani Maqomas finden sich hier.


Weitere Informationen auf der Website des Generalsekretariats.

Der WELTTAG DES TANZES (29. April) wurde 1982 vom Tanzkomitee des ITI ins Leben gerufen. Anlass ist der Geburtstag von Jean-Georges Noverre (1727-1810), einem großen Reformer des Ballets.

Die Botschaft einer bekannten Persönlichkeit des Tanzes wird jährlich weltweit verbreitet. Die Absicht dieser Botschaft am Tag des Tanzes ist es, alle Formen des Tanzes an diesem Tag zu vereinen, den Tanz zu feiern, seine Globalität hervorzuheben und alle Grenzen von Politik, Kulturen und ethnischen Zugehörigkeiten zu überwinden. Die Menschen sollen durch eine gemeinsame Sprache – die des Tanzes – in Frieden und Freundschaft zusammengeführt werden.

Zum Nachlesen: Hier die Bisherigen Botschaften zum Welt-Tanztag.

Die Broschüre mit den fünf Botschaften 2018 lassen sich hier downloaden.