ITI - Deutschland
Deutsches Zentrum des Internationalen Theaterinstituts

ITI-Festival THEATER DER WELT 2023 nach Offenbach und Frankfurt am Main (26.06.2020)

Das deutsche Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI) vergibt sein Festival THEATER DER WELT für 2023 an die Städte Frankfurt und Offenbach.


THEATER DER WELT wurde für die Ausgabe 2023 erstmals formal ausgeschrieben und die Auswahl in einem zweistufigen Verfahren unter insgesamt vier Bewerbungen getroffen. 1981 vom deutschen ITI-Zentrum als eine nationale Initiative im Anschluss an das ITI-Festival „Theater der Nationen“ (Hamburg 1979) gegründet, präsentiert THEATER DER WELT alle drei Jahre wegweisende Leistungen und Entwicklungen des Theaters aus allen Kontinenten.
Auf seiner Sitzung am 22. Juni 2020 entschied sich der Vorstand des ITI für die Konzeption des Teams um Matthias Pees (Künstlerhaus Mousonturm), Matthias Wagner K (Museum  Angewandte Kunst) und Anselm Weber (Schauspiel Frankfurt).
Dies wurde in einer Pressekonferenz mit ITI-Präsident Joachim Lux, der Hessischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, der Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt, Dr. Ina Hartwig, Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, Offenbach am Main sowie Matthias Pees, Matthias Wagner K und Anselm Weber verkündet.

„Wir freuen uns sehr über die Vergabe des Festivals THEATER DER WELT 2023 nach Offenbach-Frankfurt. Das Konzept war aus mehreren Gründen schlagend: 1. Ein absolutes Novum ist, dass mit dem Museum Angewandte Kunst ein dritter starker Partner mit ins Boot kommt. Dieser Schritt ist konsequent und entspricht dem spartenübergreifenden Denken in den Künsten. 2. Die Idee, die sehr unterschiedlichen urbanen Räume Offenbach und Frankfurt zusammen zu denken, und über Kunst und Kultur miteinander zu verbinden, könnte über den konkreten Anlass hinaus zukunftsweisend für die Region sein. In Planung sind schon jetzt sehr konkrete Partnerschaften mit Kulturinstitutionen in Offenbach. 3. Das Rhein-Maingebiet steht einerseits für die Globalisierung und ist zugleich Deutschlands größter Ballungsraum von migrantischen und postmigrantischen Communities, die ebenfalls in das Festival THEATER DER WELT eingebunden werden sollen.“ (Joachim Lux, Präsident ITI-Zentrum Deutschland)

„Es ist großartig, dass THEATER DER WELT 2023 nach Hessen kommt. Dem Schauspiel Frankfurt, dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Museum Angewandte Kunst gratuliere ich als treibenden Kräften zu der erfolgreichen Bewerbung. Besonders gut gefällt mir die gemeinsame Herangehensweise von Frankfurt und Offenbach: Beide Städte prägen das Rhein-Main-Gebiet, beide stehen für internationales Zusammenleben, für einen Schmelztiegel vieler kultureller Einflüsse, die sich auch stark in der Kunst bemerkbar machen. Ein internationales Theaterfestival bringt diesen außergewöhnlichen Standort auf den Punkt – und es öffnet die Bühnenwelt auch für Menschen, die sonst nicht regelmäßig ins Theater gehen. Besonders stolz bin ich als Ministerin für Wissenschaft und Kunst auf unseren Hochschulverbund der Hessischen Theaterakademie, der kreativen, professionellen Theaternachwuchs ausbildet. THEATER DER WELT ist aus all diesen Gründen in Frankfurt, Offenbach und Hessen am richtigen Ort.“
(Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst)

Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig sagt: „Dass THEATER DER WELT im Jahr 2023 in Frankfurt und
Offenbach stattfinden wird, ist ein Gewinn für den urbanen Raum und eine Stärkung der demokratischen Öffentlichkeit. Davon profitiert nicht nur die Theaterszene, sondern unsere Stadt insgesamt. Die internationalen Potenziale Frankfurts und Offenbachs können dadurch weiter ausgeschöpft,
neue Impulse gegeben und Diskurse angeregt werden. Besonders erfreulich ist die Einbindung des
Museums Angewandte Kunst als dritter Partner zusammen mit dem Schauspiel Frankfurt und dem Künstlerhaus Mousonturm. Unsere Museen leisten hervorragende Arbeit und sind in vielerlei Hinsicht Vorreiter – dies im Performativen zu vertiefen, unterstütze ich sehr.“

„Eine begeisternde Nachricht für Stadt und Region" nennt der Offenbacher Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Felix Schwenke die Entscheidung des ITI für das Doppel Frankfurt und Offenbach. „Mit THEATER DER WELT kommt eines der vielfältigsten Theaterfestivals der Bundesrepublik. Dass dieses Festival mit exzellent kuratierten Produktionen von unseren beiden Städten ausgerichtet werden darf, ist eine große Ehre und bestätigt die Qualität und Vielfalt von Theater und Kultur in der Region. Mit dem Künstlerhaus Mousonturm, einem der drei wichtigsten Initiatoren des Projekts, verbindet uns eine jahrelange menschlich und inhaltlich großartige Zusammenarbeit, die bestens den Beweis führt, dass die Stärke der Region Frankfurt-Rhein-Main auch in der Gemeinsamkeit liegt. Mit dem Schauspiel Frankfurt und dem Museum Angewandte Kunst fühlen wir uns ebenfalls deutlich verbunden und sehen in dem Verbund unserer Städte das richtige Fundament, um dieses Fest des Theaters zu einem Ereignis zu gestalten, das für lange Zeit Spuren hinterlassen wird. Auch in Offenbach verfügen wir über eine vielfältige Kulturszene inklusive Theater, selbst wenn wir kein Staats- oder Stadttheater beherbergen. Theater im t-Raum und Theateratelier Bleichstraße 14 H sind kleine Profi-Theater, die städtische Theateressenz holt zahlreiche Produktionen aus der ganzen Bundesrepublik in unser geschichtsträchtiges Capitol Theater, das ‚Starke Stücke‘-Festival der Kulturregion und spannende Kooperationen in der Darstellenden Kunst über den Kulturfonds prägen die Theaterlandschaft unserer Stadt. Nicht zu vergessen mit dem Theaterclub ‚Elmar‘ eine über 100 Jahre alte großartige Amateurtheatergesellschaft. Die Auswahl der Jury belegt erneut: Die Region ist nicht ohne Frankfurt denkbar und Frankfurt ist mit der Region stärker. Ich danke daher auch Dr. Ina Hartwig, dass ihre Kulturpolitik diese Erkenntnis berücksichtigt - nur so können wir gemeinsam zu Gewinnern werden, so wie heute."

Matthias Pees, den Intendanten des Künstlerhaus Mousonturm interessiert für THEATER DER WELT 2023 in Frankfurt-Offenbach vor allem der gewählte „multiperspektivischer Ansatz, bei dem es immer weniger um unseren Blick hinaus in die Welt geht als vielmehr vielleicht um den Blick von außen auf uns. Andere Perspektiven auf uns und die Welt, andere Wahrnehmungen von uns und der Welt zur Kenntnis zu nehmen und in den Projekten und Produktionen eines internationalen Theaterfestivals widerzuspiegeln und zu transformieren. Und diesen Perspektivwechsel wiederum auch im Lokalen, bei uns selbst, in der Internationalität und Transkulturalität unseres eigenen Stadtraums zu versuchen, indem wir politische und kulturelle Teilhabe neu definieren und tatsächlich auch realisieren, uns anders einlassen und auch zu überlassen bereit sind, und uns neu und immer tiefer vernetzen. Insofern freue ich mich, dass wir mit THEATER DER WELT auch Fragen des zeitgenössischen Kuratierens neu stellen und verhandeln wollen, und in einem ersten Schritt die Programmdirektion des Festivals in diesem Herbst weltweit ausschreiben, mit klarer Präferenz für ein zweiköpfiges Kurator*innen-Team.“  

„Wir freuen uns auf die Möglichkeit, den für uns zentralen Begriff der Internationalität mit einer Theaterfestival-Programmdirektion, die auch aus dem nicht-europäischen Raum kommen kann, mit den zahlreichen Partner*innen aus Offenbach und Frankfurt und den Menschen in diesem urbanen Flächenraum neu aus- und zu verhandeln. Wir sind davon überzeugt, einen in unseren Häusern mit Theater, Performativem und angewandter Kunst bereits praktizierten vitalen Prozess fortsetzen zu können, der mit einer Aktualisierung von Perspektiven für eine offene und gleichberechtigte Gesellschaft verbunden ist. Ein Prozess, der sich aus Vielsprachigkeit, Gestaltungswillen, kritischer Reflexion und einem fantasie- als auch lustvollen Widerstreit speist, und dem vielleicht sogar ein Hauch von Utopie innewohnt.“ (Matthias Wagner K, Direktor Museum Angewandte Kunst)

„In Zeiten eines wachsenden Nationalismus und Populismus muss der Umgang mit dem Begriff Internationalität neu untersucht werden. Dies kann und soll Aufgabe des Festivals THEATER DER WELT  2023 sein. Wo könnte dies besser geschehen als in der internationalsten Region Deutschlands? Wir freuen uns auf ein großartiges, internationales Theaterfestival in Offenbach-Frankfurt“, so Anselm Weber, Intendant des Schauspiel Frankfurt.  

Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde die für dieses Jahr geplante Ausgabe von THEATER DERWELT in Düsseldorf auf 17. Juni bis 4. Juli 2021 verlegt. (www.theaterderwelt.de).

Theater der Welt 2020 Düsseldorf verschoben (20.03.20)

Internationales Festival „Theater der Welt Düsseldorf 2020“ abgesagt

Verlegung des Festivals auf Juni 2021 geplant

 

Das Internationale Festival „Theater der Welt“ wird nicht wie geplant vom 14. bis 31. Mai 2020 stattfinden, sondern soll auf den Juni 2021 verschoben werden. Diese Entscheidung haben die Förderer des Festivals (das Land Nordrhein-Westfalen und die Landeshauptstadt Düsseldorf in Abstimmung mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien) mit den Veranstaltern des Festivals (Internationales Theaterinstitut/ITI und Düsseldorfer Schauspielhaus) vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Entwicklungen durch das Corona-Virus getroffen.

Eine weitere Planung und Umsetzung des umfangreichen internationalen Programms mit rund 400 beteiligten Künstlerinnen und Künstlern von allen Kontinenten ist unter den derzeit verhängten Bestimmungen zum internationalen Reiseverkehr und für die Visa-Vergabe nicht mehr möglich. Internationale Koproduktionen und Kooperationen sind ein wesentlicher Bestandteil des Festivals. Viele der bereits begonnen Projekte und Produktionen setzen aber voraus, dass sich Gruppen von Künstlerinnen und Künstlern an verschiedenen Orten international treffen und zusammenarbeiten. Aufgrund der aktuellen Ausreise- und Einreiseverbote müssen diese künstlerischen Kooperationen nun auf nicht absehbare Zeit ausgesetzt werden.

Mit der Entscheidung einer Verlegung auf Juni 2021 folgt das Festival auch den gegenwärtigen Maßnahmen von Bundesregierung, Bundesländern und Kommunen zum umfänglichen Schutz der Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger sowie der Gäste aus aller Welt.

Programmdirektor Stefan Schmidtke sagt: „Wir sehen uns den internationalen Künstlerinnen und Künstlern verpflichtet und sind froh für alle Beteiligten über diese Perspektive. Jetzt machen wir uns mit Optimismus an eine Festivalausgabe 2021.“

ITI-Präsident Joachim Lux ergänzt: „Das ITI bedauert die unvermeidbare Absage von Theater der Welt in Düsseldorf. Gleichzeitig freue ich mich sehr, dass das Festival nur verschoben und nicht einfach gestrichen wird. Wir brauchen im Moment starke Zeichen für eine optimistische und weiterhin weltoffene, solidarische Zukunft.“

„Theater der Welt“ ist ein Festival des Internationalen Theaterinstituts (ITI). Die aktuelle Ausgabe wird veranstaltet vom Düsseldorfer Schauspielhaus. Dieses bedeutendste internationale Theaterfestival Deutschlands wird turnusgemäß alle drei Jahre in einer anderen bundesdeutschen Stadt ausgetragen.

 

Hinweis:

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Stefan Schmidtke (Programmdirektor, Email: sts@theaterderwelt.de) oder Wilfried Schulz (Festivalintendant und Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses, Tel. Kommunikation 0211 8523 145, Email: mas@theaterderwelt.de).

 

 

Warm Up Theater der Welt in der NRW-Landesvertretung (17.01.2020)

Internationales Theaterinstitut (ITI) lädt in die NRW-Landesvertretung beim Bund


30 neue internationale Theaterproduktionen und Projekte werden zu sehen sein, mehr als 400 Künstler*innen aus allen Kontinenten haben sich als Gäste angekündigt: Die Programmplanung für Theater der Welt, das vom 14. bis 31. Mai dieses Jahres in Düsseldorf stattfindet, ist weitestgehend abgeschlossen, die Namen der mitwirkenden Künstler*innen stehen fest.

Um über den neuesten Stand der Vorbereitung des Festivals zu informieren, laden das Land Nordrhein-Westfalen und das ITI für Freitag, den 31. Januar 2020, 14 Uhr, in die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund. Frau Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen wird gemeinsam mit Wilfried Schulz, Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses und Stefan Schmidtke, Programmdirektor Theater der Welt 2020 erste Einblicke geben; für den Ausrichter des Festivals, das international zu den renommiertesten seiner Art zählt, spricht ITI-Präsident Joachim Lux.

S.E. Stéphane Dion, Botschafter von Kanada in Deutschland und Sondergesandter für die Europäische Union und Europa, und Marie-Ève Jean, Generaldelegierte von Québec, halten aus Anlass des Programmfokus Kanada ein Grußwort. Journalist*innen bietet sich darüber hinaus die Gelegenheit zu Gespräch und Interview mit allen Beteiligten.

Theater der Welt wird seit 1981 in dreijährigem Turnus an wechselnden Orten ausgerichtet, zuvor waren Hamburg (2017), Mannheim (2014) sowie Mülheim an der Ruhr und Essen (2010) Stationen.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 28. Januar 2020 unter diesem Link: www.iti-germany.de/projekte/theater-der-welt/

Das Freie Musiktheater in Europa (08.01.2020)

„Das Freie Musiktheater in Europa“

Buchvorstellung am 10. Januar im deutschen ITI-Zentrum

Der Erforschung des unabhängigen, zeitgenössischen Musiktheaters in Europa gewidmet ist eine vom transcript Verlag (Bielefeld) für das Frühjahr 2020 angekündigte Neuerscheinung, die am 10. Januar 2020, 18 Uhr, im deutschen ITI-Zentrum vorgestellt wird.

Herausgegeben von Matthias Rebstock (Universität Hildesheim), vereint die Publikation „Das Freie Musiktheater in Europa“ vier Fallstudien zu den Szenen in Berlin, London, in den Niederlanden und in der Deutschschweiz. Autor*innen sind Martina Stütz, Musiktheaterdramaturgin in der freien Szene, die Komponisten und Regisseure Leopold Dick (HKB Bern) und Thom Andrewes (London) sowie der Komponist und Autor Falk Hübner (HKU Utrecht). Gefördert wird die Publikation von der Internationalen Stiftung Balzan Preis (Mailand).

Die Veröffentlichung steht im inhaltlichen Zusammenhang mit der Studie zum Freien Theater, die Prof. Manfred Brauneck und das deutsche ITI-Zentrum im September 2016 vorgelegt hatten. Brauneck war zuletzt von 1986 bis 2003 Leiter des Zentrums für Theaterforschung, bis 2005 auch des Studiengangs Schauspieltheater-Regie an der Universität Hamburg.

Die Buchvorstellung zum Musiktheater findet statt in der ITI-Mediathek für Tanz und Theater, Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin-Kreuzberg. Anwesend sein werden u.a. Martina Stütz, Matthias Rebstock und Thom Andrewes, ITI-Direktor Thomas Engel führt ein.

Ihre Fragen zuvor beantwortet gerne Dorothea Lautenschläger, d.lautenschlaeger@iti-germany.de.