ITI - Deutschland
Deutsches Zentrum des Internationalen Theaterinstituts
iti world

Geschichte

1961 wurde vom finnischen ITI und unterstützt von den anderen skandinavischen Zentren ein Welttheater-Tag vorgeschlagen. Der IX. ITI-Kongreß in Wien (1961) nahm den Vorschlag einstimmig an und proklamierte den traditionellen alljährlichen Eröffnungstag des Festivals "Theater der Nationen" in Paris, den 27. März, zum Welttheatertag.

Dieser Initiative war ein weiterwirkender Erfolg beschieden; in über 80 Ländern - also vielfach auch dort, wo noch kein ITI-Zentrum bestand - wurde der Welttheatertag schon im ersten Jahr mit Sonderverantaltungen und öffentlichen Aktionen begangen. ( Website des ITI-Generalsekretariats zum Welttheatertag und den weltweiten Aktivitäten). Bei der UNESCO in Paris wird der Welttheatertag seit vielen Jahren zusammen mit Vertretern des ITI und den Verfasser*innen der Botschaft mit einer großen öffentlichen Veranstaltung begangen.

International renommierte Theaterleute (u.a. Jean Cocteau, Arthur Miller, Laurence Olivier, Jean-Louis Barrault, Helene Weigel, Miguel Angel Asturias, Peter Brook, Dmitrij Schostakowitsch, Pablo Neruda, Maurice Béjart, Ellen Stewart, Wole Soyinka, Martin Esslin, Jorge Lavelli, Edward Albee, Vaclav Havel) wurden um "Botschaften" gebeten, in denen sie sich mit Bedeutung und Wirkung der Bühnenkunst im gesellschaftlichen Kontext auseinandersetzen. Der Text wird in dutzende Sprachen übersetzt und weltweit verbreitet.

Preis des ITI

Anlässlich des Welttheatertages verlieh das deutsche ITI-Zentrum von 1985 bis 2016 einen Ehrenpreis an Künstler und Institutionen, deren Theaterarbeit als Lebenswerk in herausragender Weise international wirkt.
Seit 2017 wird ein dotierter "ITI-Preis" zur Würdigung und Unterstützung der internationalen Arbeit jüngerer Künstler*innen vergeben.

Welttanztag - 29. April

Der TAG DES TANZES wurde 1982 vom Internationalen Tanzkomitee des ITI ins Leben gerufen. Jedes Jahr wird der 29. April gefeiert. Anlass ist der Geburtstag von Jean-Georges Noverre (1727-1810), einem großen Reformer des Ballets.

Die Botschaft einer bekannten Persönlichkeit des Tanzes wird jährlich weltweit verbreitet. Die Absicht dieser Botschaft am Tag des Tanzes ist es, alle Formen des Tanzes an diesem Tag zu vereinen, den Tanz zu feiern, seine Globalität hervorzuheben und alle Grenzen von Politik, Kulturen und ethnischen Zugehörigkeiten zu überwinden. Die Menschen sollen durch eine gemeinsame Sprache – die des Tanzes – in Frieden und Freundschaft zusammengeführt werden.

In Sachen Tag des Tanzes arbeitet das Internationale Komitee des Tanzes seit 1995 mit der Alliance Mondiale de la Danse/World Dance Alliance zusammen.