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ACCESS POINTS Programmübersicht

1.)    PORTS (25. und 26.5.) ist eine Performance auf der MS Stubnitz und der künstlerische Auftakt, mit dem die geheimagentur als „Hamburg Port Hydrarchy“ alternative Praktiken der Hafennutzung erforscht: im von Geflüchteten organisierten Seehandel zwischen Hamburg und Lagos/Nigeria, beim zivilgesellschaftlichen Widerstand gegen die Kreuzfahrtindustrie in Venedig, auf der alljährlichen Regatta der radical seafarers in New York und bei Piraten, Hummerzüchtern und Spielcasinos im südchinesischen Meer.  Trailer PORTS

2.)   Rights To The Sea (27. und 28.5.) ist ein internationales Symposium auf der MS Stubnitz: Fünf Impulsvorträge werden jeweils mit darauf abgestimmten künstlerischen Diskussionsformaten zu interaktiven Visualisierungen kombiniert. Die Teilnehmer_innen des Symposiums werden auf ganz unterschiedliche Weise eingeladen, sich an Gespräch und Diskussion zu beteiligen. 

Die Biografien der Symposium-Sprecher lassen sich  hier nachlesen.

(Arbeitssprache Englisch, Eintritt frei, Registrierung erforderlich)

 3.)   6 WORKSHOPS (29.5. bis 1.6.) rund um den Baakenhafen bieten die Möglichkeit, Access Points selbst zu erfahren und zu entwickeln (Begrenzte Teilnehmerzahl, Registrierung erforderlich, 25 €, ermässigt 10 €, Arbeitssprachen Englisch und Deutsch).

  • Accesspoint I: Theorie und Praxis der Offshore Art ( PLAKAT)
    Kunst auf und mit dem Wasser – Offshore Art nennt sich das in New York. Schwimmende Gärten, Boatels, treibende Kinos dienen als Inspiration, um selbst experimentelle Installationen zu bauen.
  • Accesspoint II: African Terminal
    Um 1900 war der Baakenhafen der Accesspoint zu den deutschen Kolonien. Heute steht hier der stillgelegte Afrika-Terminal aus den 1960ern. In diesem Workshop wollen wir einen Vorschlag für einen „African Terminal“ als Terminal of the people entwickeln – einen Ort, der den kleinen Handel der afrikanischen Migranten unterstützt, und erlebbar macht, wie uns der Hafen mit Afrika verbindet.
  • Accesspoint III: Ein Anleger für den Baakenhafen
    Um den Baakenhafen als stadtnahen „Free Port of the Many“ zu entwickeln, fehlt ein Anleger. Erscheint der Bau mit Blick auf Parameter wie Tide, Besucherverkehr, Sicherheit und Statik heute noch unmöglich, entwickelt der Workshop zusammen mit der HCU und Theater der Welt 2017 realistische und bezahlbare Modelle.
  • Accesspoint IV: Regionale Kreuzfahrten mit dem Kulturfloß Schaluppe
    Nach dem Bau des Floßes „Hydra“ beim Alternativen Kreuzfahrtterminal (2015) haben sich Aktivisten zusammengetan, um die Schaluppe zu bauen – ein Kulturfloß für Hamburg. Nun lädt die Schaluppe ein, eine performative Mini-Kreuzfahrt zu entwickeln. Es geht um experimentelle Mobilität, das Fahren auf städtischen Gewässern und das Erschließen von Zugängen zu unzugänglichen Orten.
  • Accesspoint V: Das Archipel SUR L’EAU*
    Das Archipel ist eine schwimmende Installation aus vier Stahlpontons, die sich flexibel zusammensetzen lassen. Die Crew lädt dazu ein, gemeinsam ein Hot-Tub zu bauen. Im Hot-Tub liegend wollen wir über den Wandel des Hafens nachdenken.
  • Access Points VI: Das Anarchiv
    Im Hamburger Hafen gab und gibt es unzählige Interventionen politischer und künstlerischer Art. Der Workshop kooperiert mit einem Projektseminar an der HCU, das solche Interventionen archiviert – und nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich macht.

 4.)   Präsentationen: LEAPs into LIQUIDs (2. und 3.7.)
Am Freitag und Samstag werden die Accesspoints für alle freigegeben: Die Schaluppe geht auf Kreuzfahrt, das Hot-Tub wird angeheizt, das Anarchiv inspiriert Nachahmungstäter, die Offshore-Art-Experimente werden am Testanleger zu Wasser gelassen, das „African Terminal“ organisiert die Party.

Flyer mit ausführlichen Beschreibungen hier

ITI Stipendiaten

Foto: ITI

Das ITI hat für ACCESS POINTS Aufenthaltsstipendien an junge Theatermacher vergeben, die sich für die Workshops ihrer Wahl anmelden konnten. 5 Bewerber wurden durch ITI und geheimagentur ausgewählt und für zwölf Tage nach Hamburg eingeladen (v.l.n.r.): Talya Chalef (USA), Anna Vigeland (Kanada), Giuditta Vendrame (Italien), Zerihun Birehanu (Äthiopien) und Maja Maletkovic (Serbien).