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Presseinformation des ITI vom 28.03.2011
ITI Jahrestagung
Expertentagung "Theaterarbeit auf fremdem Terrain"
Manfred Beilharz als Präsident des deutschen ITI-Zentrums
wiedergewählt
Zum Welttheatertag, 27. März 2011, hielt das deutsche Zentrum des
Internationalen Theaterinstituts (ITI) seine Jahrestagung in Berlin ab.
Rund 70 Theatermacher aus ganz Deutschland diskutierten ihre Erfahrungen
mit der "Theaterarbeit auf fremdem Terrain". Im Zentrum standen
die Herausforderungen internationaler Theaterarbeit - vor dem Hintergrund
großer kultureller Differenzen zwischen den künstlerisch Beteiligten
oder politischer Konflikte und gesellschaftlicher Umbrüche. Vielfach
betreten die ITI-Mitglieder als Festivalmacher, Dramaturgen und Regisseure
Neuland im internationalen Austausch. Bei der Jahrestagung reflektierten
und problematisierten sie ihre Arbeit im Kreis der Fachexperten.
So bildeten Beispiele aus Tschetschenien, dem Sudan, dem Libanon, aus
Bangladesch und aus China die Ausgangspunkte für die Debatte über
die Hindernisse im Aufbau künstlerischer Kooperationen, über
die Nachhaltigkeit dieser Projekte, über die Gefahr eines neuen Kulturimperialismus,
aber auch über das große Potential von Theaterarbeit in der
Konfliktbearbeitung.
Als Eröffnungsrednerin berichtete Nora Amin, Regisseurin aus Kairo,
von der Rolle der Theaterkünstler und Kulturschaffenden bei den Demonstrationen
auf dem Tahrir-Platz und in der ägyptischen Revolution. Mit ihr diskutierten
die Theatermacher aus Deutschland aber auch die Chancen einer Kooperation
auf Augenhöhe zwischen europäischen Theatern und arabischen
Künstlern.
Begleitet von den Nachrichten aus Japan, sprachen die Theatermacher über
ein Netzwerk von Hilfsinitiativen für ihre japanischen Kollegen.
So bekräftigte auch die Verleihung des Internationalen Uchimura Preises
an das Festival OHAYÔ, JAPAN! die Verbundenheit mit dem japanischen
Volk und seiner Kultur.
Das ITI wählte im Rahmen seiner Jahrestagung den Präsidenten
des deutschen Zentrums. Manfred Beilharz, Intendant des Staatstheater
Wiesbaden und künstlerischer Leiter der Biennale NEUE STÜCKE
AUS EUROPA, wurde einstimmig wiedergewählt. Die Mitglieder würdigten
in der Debatte die herausragende Arbeit des Präsidenten in internationalen
künstlerischen Projekten und im weltweiten Netzwerk des ITI.
Als neue Mitglieder wurden Dieter Strauß (früherer Leiter
der Goethe-Institute u.a. in Sao Paulo und Santiago de Chile) und der
Bühnenbildner Frank Hähnig aufgenommen. Neues korporatives Mitglied
ist das Berliner Produktionsbüro ehrliche arbeit.
Weitere Informationen zum Internationalen Theaterinstitut:
www.iti-germany.de
sowie www.iti-worldwide.org
Mit freundlichen Grüßen
Michael Freundt
Stellv. Direktor ITI Deutschland
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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