Presseinformation vom 14.04.2009

Erstmalig mit zwei Workshopgruppen

Internationale Übersetzerwerkstatt des ITI


Vom 16. Mai bis zum 6. Juni 2009 veranstaltet das ITI zusammen mit dem Goethe Institut und den Mülheimer Theatertagen NRW die 14. Internationale Übersetzerwerkstatt. Erstmalig werden in diesem Jahr zwei Übersetzergruppen teilnehmen und neben der Seminararbeit auch Gelegenheit haben, die zum "Stücke" Festival eingeladenen Inszenierungen zu sehen. Der erste Teil der Werkstatt richtet sich erneut an Dramatikübersetzer weltweit, während der Fokus im zweiten Teil auf Spanisch als Zielsprache der Übersetzungen liegt und dieser sich speziell an Übersetzer aus Lateinamerika richtet.

Im Zeitraum vom 16. bis zum 31. Mai werden 12 Dramatikübersetzer aus Bulgarien, Chile, Finnland, Großbritannien, Indonesien, Iran, Japan, Lettland, Portugal, Russland, Serbien und Spanien aufeinander treffen. Anschließend, vom 29. Mai bis zum 6. Juni, folgen dann 11 Übersetzer aus Argentinien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Uruguay und Venezuela.

Ziel dieser beiden Werkstätten ist die Förderung neuer deutscher Dramatik und ihr Zugang zu fremdsprachigem Theater durch Übersetzung. Im Zentrum stehen die konkrete Arbeit der Übersetzer an ausgewählten Texten und der Erfahrungsaustausch mit Kollegen und Autoren. Aktuelle Texte zeitgenössischer deutscher Autoren werden nicht nur als Literatur, sondern durch das Festival ebenso in einer Variante theatralischer Umsetzung erlebt. So entstehen Impulse für die Übersetzung und spätere Aufführung in den Heimatländern der Übersetzer.
Ergänzend werden begleitende Diskussionsveranstaltungen stattfinden, die zum besseren Verständnis des kulturellen und politischen Umfeldes der Stücke und des gegenwärtigen deutschen Theaters überhaupt beitragen. Dies werden sowohl die öffentlichen Publikumsdiskussionen nach den Aufführungen sein als auch spezielle Gesprächsrunden mit Autoren, Mitgliedern der Jury der Theatertage, Kritikern, Journalisten, Kulturpolitikern und Verlegern.

Die Leitung der ersten Arbeitsgruppe übernimmt Heinz Schwarzinger und für die zweite Gruppe konnte Thomas Brovot gewonnen werden. Beide arbeiten selbst als Übersetzer und haben umfassende Erfahrungen als Workshopleiter.