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Pressemitteilung vom 26. Juni 2007
Die europäische Bühne besetzen
Großer Erfolg für Symposium
"Europäisch kooperieren und produzieren"
Mit dem Aufruf, im politischen Einigungsprozess "Kultur als Motor
in Europa" nicht nur als Leitgedanken zu apostrophieren, sondern
in konkretes politisches Handeln umzusetzen, endete gestern das Symposium
"Europäisch kooperieren und produzieren" in der Berliner
Akademie der Künste.
250 Künstler aller Sparten der darstellenden Künste, Produzenten,
Theaterleiter, Vertreter der wichtigsten europäischen Netzwerke aus
22 Ländern sowie der deutschen und europäischen Kulturpolitik
diskutierten über die neue Positionierung von Kunst und Kultur im
künftigen Europa. Dabei wurde die im Mai 2007 von der Europäischen
Kommission veröffentlichte "Mitteilung über eine europäische
Kulturagenda im Zeichen der Globalisierung" begrüßt, weil
der Kultur im Kontext des interkulturellen Dialogs und als Element der
internationalen Beziehungen eine größere Rolle als bisher zugemessen
werden soll. Die Teilnehmer des Symposiums mahnten aber zugleich an, dass
das geplante Budget für die Maßnahmen der Agenda in keinem
Verhältnis zur gewachsenen Bedeutung von Kunst und Kultur stehe.
In aller Deutlichkeit wiesen sie auch auf die zunehmende prekäre
soziale Lage der Künstler hin, ihren fehlenden sozialen Status und
die vielfachen Hindernisse im Steuer-, Sozial- und Aufenthaltsrecht der
EU-Staaten.
Die Kreativen forderten die Entbürokratisierung von Antrags- und
Abrechnungsverfahren, eine Flexibilisierung der EU-Förderinstrumente,
die Schaffung neuer Mobilitätsfonds für die Förderung des
künstlerischen Austausches und eine aktivere Einbeziehung der Künstler
in neue kulturpolitische Strategien und Förderprogramme der EU.
An die Adresse der Bundesregierung richteten die Teilnehmer die dringende
Bitte, sich viel offensiver in die europäische Kulturpolitik einzumischen
und mit eigenen nationalen Initiativen Signale über Deutschland hinaus
für die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst und Kultur zu geben.
Das Programm des Symposiums finden Sie über die Webseite www.iti-germany.de
Für das deutsche Zentrum des ITI und den Fonds Darstellende Künste
Michael Freundt
Tel. 0163 - 26 16 343, m.freundt@iti-germany.de
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