Der Jury gehören zwei Mitglieder des Internationalen Musiktheaterkomitees an: Laura Berman und Roland Quitt. Als internationales Jurymitglied konnte der renommierte Regisseur und Kurator Ong Ken Sen, Singapur, gewonnen werden.
Laura Berman
Die Kuratorin und Dramaturgin Laura Berman stammt aus den USA und lebt seit 1983 in Deutschland. Ihr Hauptinteresse liegt bei der Neuen Musik in der Wechselwirkung mit anderen Elementen der darstellenden Künste. Als freischaffende Dramaturgin arbeitete sie für die Wiener Festwochen, die Bayerische Staatsoper, die Schwetzinger Festspiele, die Berliner Festspiele, das Ballett der Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorfer Schauspielhaus und das Zürcher Ballett. Nach Engagements in Münster und Darmstadt war sie von 2001 bis 2006 Leitende Musikdramaturgin am Theater Freiburg, seit Oktober 2007 ist sie Künstlerische Leiterin des Programms "Kunst aus der Zeit" der Bregenzer Festspiele.
Ong Keng Sen
Ong Keng Sen studierte er an der New York University School of Arts und rief
ein Theaterstudien-Programm "Intercultural Performance" an der National
University of Singapore mit ins Leben. 1985 gründete er die Produktionskompagnie
TheatreWorks, deren künstlerischer Leiter er bis heute ist. Als Kurator
ist Ong Keng Sen seit vielen Jahren weltweit tätig, unter anderem co-kuratierte
er 2002/03 das Performance-Festival INTRANSIT im Haus der Kulturen der Welt,
Berlin. Ong Keng Sen's Inszenierungen untersuchen die Schnittpunkte zwischen
Kulturen, zwischen den künstlerischen Disziplinen, zwischen Tradition
und Innovation. Er engagiert sich intensiv für den interkulturellen Bereich.
1994 konzipierte er das asiatische Kreativ-Labor The Flying Circus Project,
das Traditionelles mit Zeitgenössischem verbindet und KünstlerInnen
aus den Sparten Theater, Musik, Tanz, Video und visuelle Kunst zusammenführt.
1999 initiiert TheatreWorks ein neues Netzwerk Arts Networks Asia, das den
Dialog zwischen den verschiedenen asiatischen Künstlern fördern
soll. Treffen des Netzwerks ?nden seit 2000 alle zwei Jahre in Hauptstädten
Asiens statt. Als Regisseur, Theaterleiter und Kurator leistet Ong Keng Sen
einen aktiven Beitrag zur Entwicklung asiatischer Identität und Ästhetik
für die zeitgenössische Darstellungskunst im 21. Jahrhundert. Seine
Inszenierung LEAR, die 1997 in Tokio Premiere hatte, war in Asien, Australien
und Europa zu sehen, u. a. bei Theater der Welt 1999 in Berlin. Zu seinen
wichtigsten Arbeiten als Regisseur zählen seine Doku-Performance-Stücke
- wie GEISHA, 2006, oder DIASPORA, 2006 -- die das zeitgenössische Asien
mittels Geschichte und Selbstreflexion beleuchten.
http://theatreworks.org.sg
Roland Quitt
studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der FU Berlin. Nach einigen Jahren im Off-Bereich als Regisseur, Schauspieler und Leiter eines eigenen Opernensembles arbeitete er als Dramaturg an verschiedenen Theatern. Von 1998 bis 2004 war er "Dramaturg für Neues Musiktheater" am Theater Bielefeld, derzeit ist er Musikdramaturg am Nationaltheater Mannheim.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt seit 1996 im Bereich avancierten zeitgenössischen Musiktheaters. In Bielefeld gründete er die später in Mannheim fortgeführte Reihe visible music als Experimentierfeld für Musiktheaterformen jenseits der Oper. Verantwortlich in Konzeption und Auftragsvergabe für zahlreiche Uraufführungen. Zusammenarbeit mit vielen der wichtigsten europäischen Komponisten im neuen Musiktheater.
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