Positionen aus der internationalen diskussion
Resolution des 30. Weltkongresses des ITI
(04.06.2004)
Die
Vollversammlung des ITI Weltkongresses in Tampico (Mexico) erklärt
in dieser Resolution ihre Unterstützung des Projektes eines
Konvention zu kulturellen Vielfalt, wobei vor allem die Notwendigkeit
des rechtlich bindenden Charakters und eines den WTO-Abkommen gleichwertigen
Status betont werden. Zur Begleitung des Entstehungsprozesses wird
die Bildung einer ständigen Arbeitsgruppe vorgeschlagen.
Quelle: impuls 02/2004 | http://www.iti-germany.de

Positionspapier des Comité de Vigilance pour la Diversité
Culturelle
(11/2002)
Das
französische "Wachsamkeitskomittee für die Kulturelle
Vielfalt" setzt sich im Zusammenhang der Forderung eines Vertrages
zur kulturellen Vielfalt im nationalen wie internationalen Bereich
auch mit den konkreten Fragen des rechtlichen Status eines solchen
Instrumentes sowie der Zuständigkeit bestehender Organisationen
auseinander. Das Papier war der offizielle Beitrag der französischen
Delegation zum Zweiten Internationalen Treffen der kulturellen Fachorganisationen
vom 2.-4. Februar 2003 in Paris.
Quelle der dt. Übersetzung: http://www.utopieprojekt.de

The Louvre Declaration
(04.02.2003)
Die
Erklärung des Zweiten Internationalen Treffens von Berufsorganisationen
im Kulturbereich beinhaltet neben der Formulierung eigener Prinzipien
zum Schutz der Kultur vor marktwirtschaftlicher Dominanz einen direkten
Appell an die Staaten, die kulturelle Vielfalt und insbesondere
die schnellstmögliche Schaffung einer bindenden Konvention
zu fördern, letzteres unter Einbeziehung der Berufsverbände.
engl. | Quelle: http://www.incd.net

Manifest der Berufsverbände und -organisationen im Kulturbereich
(11/2002)
Die
Vertreter der französischen Berufsverbände der verschiedenen
kulturellen Disziplinen fordern in ihrem Manifest Maßnahmen,
die der gesellschaftlichen Sonderstellung der Kultur gerecht werden
und ihre Unterordnung unter die Liberalisierungstendenzen des Marktes
verhindern.
Quelle:
http://www.utopieprojekt.de
| Übersetzung: Dieter Welke

Declaration of the professional organizations
from the cultural milieu of the Americas
(12.07.2002)
Auch
die Berufsverbände der amerikanischen Staaten warnen anlässlich
des Ersten Treffens der Kulturminister und -beauftragten im Rahmen
des CIDI ihre Regierungen vor liberalisierungsfördernden Zugeständnissen
und betonen das Recht und die Pflicht der Staaten, durch eine eigenständige
Kulturpolitik die kulturelle Vielfalt zu sichern.
engl. | Quelle:
http://www.oas.org

ACCD – Australia - US Free Trade Agreement Briefing
(08.10.2003)
Die
Australian Coalition for Cultural Diversity warnt in ihrer Stellungnahme
zum australischen Freihandelsabkommen mit den USA vor den kaum absehbaren
Folgen von Zugeständnissen, insbesondere bezüglich der
"standstill"-Vereinbarung und des Handels mit elektronischen
Produkten. Im Anhang finden sich verschiedene Statistiken zur australischen
Medienlandschaft.
engl. | Quelle: http://www.awg.com.au

An Open Letter from Artists
(12.09.2003)
Die
unterzeichnenden internationalen Künstler verschiedenster Disziplinen
warnen in diesem Dokument vor einer globalen Monokultur als Folge
der Behandlung von Kultur als Ware. Vor diesem Hintergrund appellieren
sie an die zuständigen Entscheidungsträger, eine Konvention
zur kulturellen Vielfalt durchzusetzen.
engl. | Quelle: http://www.incd.net

INCD - Proposed Convention on Cultural Diversity
(2003)
Als
eine der Vorreiterorganisationen in der Bewegung zur Entwicklung
eines Vertrages über die Vielfalt der Kulturen hat das "International
Network for Cultural Diversity" einen eigenen Konventionsentwurf
in die Debatte eingebracht. Dieser zeichnet sich u.a. durch die
Festschreibung konkreter Verpflichtungen für die unterzeichnenden
Staate sowie durch eine stärkere Einbindung der Zivilgesellschaften
aus.
engl. |Quelle: http://www.incd.net

Positionen aus der deutschen Zivilgesellschaft
Dr. Manfred Beilharz - ITI Erklärung vor der bundesweiten
Koalition zur kulturellen Vielfalt
(14.06.04)
In
seiner Rede vor der bundesweiten Koalition zur kulturellen Vielfalt
der deutschen UNESCO-Kommission erläutert der Präsident
des Zentrum Bundesrepublik Deutschland und Weltpräsident des
Internationalen Theaterinstitutes die spezifische Situation des
Theaters im Kontext der Globalisierung und formuliert konkrete Anforderungen
an ein Abkommen zur kulturellen Vielfalt. Besonderes Augenmerk schenkt
er schließlich der Problematik der deutschen Theaterlandschaft.
Quelle: Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen
Theaterinstitutes

Erklärung von Cancún zur Kulturellen Vielfalt
(09/2003)
Die
anlässlich der 5. Ministerkonferenz der WTO in Mexiko von ARD,
der Heinrich Böll Stiftung, dem Deutschen Kulturrat sowie dem
INCD unterzeichnete Erklärung ist ein Appell an die Mitglieder
der WTO, den Schutz der kulturellen Vielfalt in ihren Verhandlungen
und Maßnahmen zu berücksichtigen und zu fördern.
Quelle: http://www.kulturrat.de

Argumentationsleitfaden Kulturelle Vielfalt der Bundesweiten Koalition
(13.12.05)
Die
Bundesweite Koalition zur kulturellen Vielfalt fasst in diesem Dokument
ihre Arbeitsergebnisse zusammen. Eingegangen wird neben den Besonderheiten
der deutschen und europäischen Kulturlandschaft und den Grundprinzipien
eines UNESCO-Abkommens u.a. auf die Fragen seines Stellenwertes
und seiner Auswirkungen sowie des Doppelcharakters kultureller Produktionen.
Quelle: http://www.unesco.de

Dieter Welke - Anmerkungen zur Zusammenfassung des „Kick-Off“-Meetings
der Deutschen UNESCO-Kommission
Für
das deutsche Zentrum des Internationalen Theaterinstitutes fügt
Dieter Welke dem obigen Argumentationsleitfaden einige Hinweise
hinzu: Neben dem Insistieren auf Kontroll-, Sanktions- und Schlichtungsmechanismen
betreffen diese hinsichtlich des Theaters die Beachtung der sozialen
Situation der Künstler sowie die Problematisierung marktwirtschaftlicher
Entwicklungen im Festivalwesen wie in der Theaterlandschaft allgemein.
Quelle: Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen
Theaterinstitutes

Fritz Pleitgen - Kulturelle Vielfalt weltweit schützen
(2003)
Der
Intendant des WDR setzt sich kritisch mit den Fortschreiten der
Liberalisierung des Handels mit Dienstleistungen und dessen Folgen
für die kulturelle Vielfalt im allgemeinen sowie insbesondere
für das deutsche Rundfunksystem auseinander.
Quelle: ARD-Jahrbuch 2003 | http://www.coalitionsuisse.ch/doss

Dieter Welke - Hausaufgaben
Die
"Gedanken zur Schaffung eines Diskussionsforums und einer Arbeitsgruppe
zu einem künftigen UNESCO-Vertrag über den Schutz und
die Förderung der kulturellen Vielfalt" des Regisseurs
und Dramaturgen Dieter Welke, eine gründliche Analyse der aktuellen
Problemfelder in der deutschen Theaterlandschaft, dienten als Beitrag
zum Kick-off Meeting für die bundesweite Koalition kulturelle
Vielfalt.
Quelle: http://www.utopieprojekt.de

Anmerkungen des deutschen Kulturrates zum vorläufigen Entwurf
eines Übereinkommens zum Schutz der Vielfalt kultureller Inhalte
und künstlerischer Ausdrucksformen
(24.10.2004)
Der
deutsche Kulturrat spricht sich bezüglich des vorläufigen
Entwurfes vom Juli 2004 gegen die Übergabe des deutschen Verhandlungsmandats
an die EU sowie für eine symmetrischere Beziehung in den Verhandlungen
von UNESCO und WTO aus. Auf inhaltlicher Ebene werden u.a. die völkerrechtliche
Wirksamkeit, die Kulturverträglichkeitsklausel sowie die Einbindung
digitaler Verbreitung in die Konvention gefordert.
Quelle: http://www.unesco.de

Prof. Dr. Max Fuchs - Kulturelle Vielfalt, der Welthandel und
der Staat
(17.01.2005)
Der
Vorsitzende des deutschen Kulturrates widmet sich in seiner Rede
anlässlich des dritten Fachgespräches zur UNESCO-Konvention
zum Schutz kultureller Vielfalt der diffizilen Thematik des deutschen
Diskussionsprozesses zur Konvention und stellt diese in Zusammenhang
mit der kulturpolitischen Landschaft der Bundesrepublik.
Quelle: http://www.unesco.de |