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Editorial
Das UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung
kultureller Ausdrucksformen war bis zu seiner Verabschiedung am
20.10.2005 Gegenstand intensiver internationaler Debatten. In Deutschland
allerdings war dieser Diskussionsprozess in der öffentlichen
Wahrnehmung – selbst im Kulturbereich – vergleichsweise
wenig präsent. Vor diesem Hintergrund ist es uns ein Anliegen,
die außerordentliche Brisanz der Thematik mit ihren weitreichenden
ökonomischen, kulturellen und auch ethischen Implikationen
anhand der hier zusammengestellten Dokumente noch einmal deutlich
herauszustellen.
Welche konkreten Auswirkungen die Verabschiedung der Konvention
auf die Kulturlandschaft haben wird, bleibt abzuwarten. Die Lektüre
der vorliegenden Materialien soll dem interessierten Leser indessen
zumindest eine Rekapitulation der Ereignisse ermöglichen sowie
eine Einschätzung der relevanten Positionen und Interessenlagen.
Zudem bietet die Auseinandersetzung mit dem Thema Kulturelle Vielfalt
auch eine Annäherung an die weiterhin aktuellen Fragen: Wie
gestalten sich die kulturpolitischen Herausforderungen im Zeitalter
einer stetig fortschreitenden Globalisierung? Und welche Mittel
und Wege sind erforderlich, um sie zu bewältigen?
Die Redaktion |