Kulturkritische Einleitung
Pierre Bourdieu - Kultur in Gefahr
(09/2000)
Der Sozialwissenschaftler Bourdieu warnt in seinem eindringlichen
Plädoyer für die Autonomie der Kunst vor der fortschreitenden
Vereinnahmung des Kultursystems durch neoliberale Kräfte und
Strukturen. Er stellt der wirtschaftlichen Globalisierung das Konzept
einer kulturellen Internationalisierung entgegen und problematisiert
die Zurückhaltung betroffener Kulturschaffender als Folge ihres
längst in Frage gestellten autonomen Selbstverständnisses.
Quelle: http://www.mip.at
| erschienen in: Bourdieu, Pierre: Gegenfeuer. UVK Verlagsgesellschaft,
Konstanz 2004, Seite 193–207.

Ivan Bernier - Die Schlacht um die kulturelle Vielfalt
(2004)
Der kanadische Autor, Mitglied der Expertengruppe zur Ausarbeitung
der UNESCO-Konvention, fasst die Ursprünge der politischen
Debatte um die kulturelle Vielfalt zusammen und geht dabei auf die
Positionen verschiedener Staatengruppen sowie die auf Rolle der
UNESCO und der Zivilgesellschaften ein.
Quelle: Société Suisse des Auteurs (SSA) Sonderdruck
3/2004 | http://www.ssa.ch
Joost Smiers - Artistic Expression in a Corporate World
(02/2004)
Eine umfassende Argumentation bezüglich der Notwendigkeit,
kulturpolitische Belange aus der Verhandlungsmasse der WTO auszuschließen
und der Zuständigkeit einer nicht kommerziell orientierten
Instanz mit eigenem, rechtlich bindenden Regelwerk zuzuschreiben.
Quelle: http://www.hku.nl

Tyler Cowen - In Praise of Commercial Culture: Introduction
(1998)
In der Einleitung zu seinem Buch legt der in die UNESCO-Expertengruppe
zur Ausarbeitung der Konvention berufene US-Amerikaner seine kulturoptimistische
Perspektive dar, der zufolge die Kommerzialisierung des kulturellen
Sektors kreatives Potential fördere, anstatt die kulturelle
Vielfalt zu bedrohen.
Quelle: http://www.gmu.edu/jbc/Tyler/
|