ITI - Deutschland
Deutsches Zentrum des Internationalen Theaterinstituts
iti world
  • Save the Date: Theater der Welt 25.05. bis 11.06.2017

  • Verständigung // Understanding - 60. Jahrestag des deutschen ITi-Zentrums , 26 November 2015, Akademie der Künste, Berlin

  • ITI Jahrestagung Berlin, 2016 (Foto Anna Rozkosny)

  • Theater der Welt 2017 in Hamburg. Baakenhafen, Foto: ITI

  • ITI World Map

Das ITI

"The ITI’s message of dialogue and understanding through art and culture is needed today as never before." (UNO Generalsekretär Kofi Annan im Grußwort an den 31. ITI-Weltkongress, Manila/Philippinen)

Das deutsche Zentrum des ITI ist Teil des 1948 gegründeten weltumspannenden Netzwerks des Theaters, das unter dem Schirm der UNESCO dem wechselseitigen Austausch der Theaterschaffenden der Welt dient.

Es ist zur Zeit in über 90 Ländern mit nationalen Zentren vertreten.

Das Generalsekretariat befindet sich in Shanghai, ein Kontaktbüro ist bei der UNESCO in Paris.

Die deutsche Sektion des ITI existiert seit 1955, seit 1957 ist die Bundesrepublik Mitglied des internationalen Netzwerks. 1991 erfolgte über die Zuwahl von Mitgliedern eine Zusammenführung mit dem 1959 gegründeten DDR-Zentrum.
Heute sind rund 200 Künstler, Theaterfachleute und Institutionen aus allen Bereichen der Darstellenden Künste Mitglieder im Zentrum Bundesrepublik Deutschland des ITI e.V., das 2015 in Berlin den 60. Jahrestag seiner Gründung beging (s.a. Manfred Linke: Das Internationale Theaterinstitut. Das Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstituts, in: Publikationsarchiv)

Informationen zu Zielen, Finanzierung, Mittelverwendung und Personalstruktur des ITI -  entsprechend der Initiative Transparente Zivilgesellschaft - finden Sie hier. Das ITI ist unter der Registrierungsnummer vr_002654 bei der Tranparenzdatenbank des Landes Berlin registriert.

 

Internationale Netzwerke

Das deutsche ITI-Zentrum ist Sprecher des Europasekretariats deutscher Kultur-NGOs bei Culture Action Europe (CAE) sowie Mitglied des Informal European Theater Meeting (IETM), des European Network of Information Centres for the Performing Arts (ENICPA), von On the Move, dem Netzwerk für Künstlermobilität und Sitz des Sekretatriats des ITI Action Committee for Artists Rights (ACAR).

Gremien und Kooperationspartner in Deutschland

In Deutschland ist das ITI im Deutschen Kulturrat, der deutschen UNESCO-Kommission, der Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt, dem Netzwerk Kulturelle Bildung und der Dramaturgischen Gesellschaft vertreten. Es ist ständiger Kooperationspartner des Stücke-Festivals Mülheim/Ruhr, des Theaterwissenschaftlichen Instituts der Freien Universität Berlin und des Center of Competence for Theatre der Universität Leipzig.

Aufgaben und Ziele

Das deutsche ITI fördert entsprechend seiner  PDF Satzung das wechselseitige Verstehen der Theaterkulturen der Welt. Es setzt sich für die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks und die Bewahrung und Entwicklung der kulturellen Vielfalt theatraler Audrucksformen und Produktionsweisen ein. In Zusammenarbeit mit den anderen ITI-Zentren und künstlerischen Partnern erstreckt sich sein Aufgabenspektrum auf

  • Informationsarbeit
  • Beratung
  • Festivalorganisation
  • Veranstaltung von Symposien und Fachbegegnungen
  • Veröffentlichungen zu Fragen der Theaterkunst in Deutschland und international
  • Arbeit in internationalen und nationalen Gremien

Das deutsche ITI entwickelt eigene Projekte im Bereich Theater und Tanz und ist darüber hinaus – gemeinsam mit seinem ständigen Projekt Mime Centrum Berlin - ein Informations- und Dokumentationszentrum für die Darstellenden Künste in Deutschland. Seit 2013 tritt das ITI - gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung - mit dem Programm  Szenenwechsel auch als Förderer auf und vermittelt - zusammen mit dem Goethe-Institut - in einem  Hospitationsprogramm jungen Theaterschaffenden aus aller Welt Einblicke in die deutsche Theaterszene. Weitere Projekte werden auf den Gebieten kulturelle Bildung, kulturelles Erbe sowie Kultur- und Kreativwirtschaft entwickelt (s.a. weitere Projektseiten unter dem Menüpunkt MORE).

Das deutsche Zentrum ist Veranstalter eines der größten internationalen Festivals der Darstellenden Künste in der Bundesrepublik Deutschland, THEATER DER WELT - ein Festival des ITI ( Projekte).

Mit Ivan Nagel (von 1977 bis 1979) und Manfred Beilharz (von 2002 bis 2008) leiteten zwei deutsche Theatermacher den Weltverband als Päsidenten.

STÄRKUNG DER KÜNSTLER IN EUROPA

Das deutsche ITI-Zentrum konzentriert in den kommenden Jahren seine weltweiten Aktivitäten auf den Schwerpunkt Europa und wird sich verstärkt „für offene und demokratische Strukturen in einem Europa der gemeinsamen Kulturen“ einsetzen, kündigte sein Präsident im Rahmen der ITI-Jahrestagung 2016 „Perspektive Post-Europa“ an.

Ein zentrales Projekt dazu ist  Passage 23°E

Kulturelle Vielfalt

Umschlagmotiv: Dario Malkowski »Der lesende Blinde« Skulptur in der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde in Leipzig Abbildung mit freundlicher Genehmigung der
DZB, Dank an Ronald Krause), Foto: Jan Seifert, Leipzig

Immer mehr berührt das Thema kulturelle Vielfalt – auf der internationalen Ebene seit Jahren ein wichtiger Bezugspunkt der kulturpolitischen Debatten – die deutsche Kulturpolitik und auch Arbeit und Zukunft der deutschen Theaterhäuser.

Besonders in den letzten fünfzehn Jahren wuchs (erfolgreich) der Druck der Welthandelsorganisation WTO auf die Nationalstaaten, sogenannte Handelshemmnisse, von denen ein großer Teil aus staatlichen Regulierungen zum Erhalt der öffentlichen Daseinsvorsorge besteht, abzubauen und öffentliche Güter weiter zu privatisieren.

Das ITI hat als einzige internationale Theater-NGO Rederecht bei den zwischenstaatlichen Verhandlungsrunden der UNESCO und vertrat die Interessen des Theaters auch bei der Ausarbeitung der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen. Das deutsche Zentrum vertritt den Weltverband bei den Treffen des Zwischenstaatlichen Komitees für die Vielfalt der kulturellen Ausdrucksformen der UNESCO. Seit 2004 ( PDF Motion zur Kulturellen Vielfalt, 2004, dt.) hat das ITI auf seinen Weltkongressen einstimmig Resolutionen und Motions zum Thema Kulturelle Vielfalt angenommen, die unter massgeblicher Beteiligung des deutschen Zentrums entworfen wurden.Die Mitglieder des deutschen Zentrums haben 2014 eine Stellungnahme zu den TTIP-Verhandlungen und allen künftigen Handelsabkommen verabschiedet.

Das deutsche ITI-Zentrum engagiert sich in der von der deutschen UNESCO-Kommission koordinierten  Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt sowie im  Deutschen Kulturrat

Um zu dieser Debatte Dokumente bereitzustellen, Hintergrundinformationen zu liefern und Diskussionsanregungen zu geben, hat das  Gemeinsame Europasekretariat deutscher Kultur-NGOs bei Culture Action Europe bereits 2005 einen  PDF Reader Kulturelle Vielfalt erarbeitet.

Kulturelle Vielfalt in der Diskussion ist die 2015 veröffentlichte Fortsetzung dieses Readers, in dem das ITI gemeinsam mit dem Deutschen Musikrat und der Internationalen Gesellschaft der Bildenden Künste Erhalt und Entwicklung der kulturellen Vielfalt in Deutschland zehn Jahre nach Verabschiedung der UNESCO-Konvention untersucht.
 PDF Publikation Kulturelle Vielfalt in der Diskussion (PDF)

Das deutsche Zentrum koordiniert das 2011 gegründete ITI Komitee für die  Rechte der Künstler.